retox
Alles unter Kontrolle?!
Wir beraten Jugendliche, junge Erwachsene und deren Umfeld zu Konsumverhalten und Sucht.
Die Beratung ist kostenfrei, anonym und unterliegt der Schweigepflicht. Sie kann mit oder ohne deine Eltern stattfinden. Wir beraten dich in der Beratungsstelle, am Telefon oder per Chat (DigiSucht oder Caritas Onlineberatung).
Unser Ziel ist es Jugendliche in ihrer Konsumkompetenz zu unterstützen. Wir beraten Zieloffen und neutral. Dies kann eine Konsumreduktion, die Begleitung in eine stationäre Therapie oder die Abstinenz sein. Wir sind auch für dich da, wenn du einfach über deine Erfahrungen sprechen möchtest, du dir Sorgen um jemanden machst oder selbst als Angehörige*r betroffen bist.
Unser Angebot:
Alkohol
Alkohol ist ein Genussmittel und in unserer Gesellschaft weit verbreitet – viele trinken bei Feiern, Festivals oder einfach zum Entspannen. In kleinen Mengen wirkt Alkohol oft lockernd und kann die Stimmung heben. Wenn man aber zu viel trinkt, kann das schnell gefährlich werden: Man verliert die Kontrolle, macht Dinge, die man später bereut, und schadet seinem Körper – vor allem Leber und Gehirn. Außerdem kann regelmäßiger oder übermäßiger Konsum abhängig machen.
Cannabis & ähnliche Stoffe
Cannabis kommt aus der Hanfpflanze und kann dich entspannen oder deine Wahrnehmung verändern. Viele denken, es sei harmlos – aber regelmäßiger Konsum kann Körper und Psyche belasten, zum Beispiel Konzentrationsprobleme, Antriebslosigkeit oder Angstzustände auslösen. Es gibt auch synthetische Cannabinoide. Die wirken ähnlich wie Cannabis, sind aber oft viel stärker und unberechenbarer. Sie können schneller süchtig machen und ernsthafte gesundheitliche Risiken verursachen.
Illegale Drogen
Illegale Drogen sind Stoffe, die gesetzlich verboten sind – man darf sie weder besitzen noch konsumieren. Dazu gehören zum Beispiel Ecstasy, Kokain, LSD, Crystal Meth oder Heroin. Manche dieser Drogen sorgen vielleicht kurz für ein starkes „High“ oder ein intensives Glücksgefühl, aber das hält nicht lange an. Dafür können sie schnell gefährlich werden: Dein Körper und deine Psyche können abhängig werden, und das kann dein Leben komplett durcheinanderbringen – gesundheitlich, sozial und auch rechtlich.
Rauchen | Vapen
Rauchen ist der Konsum von Tabakprodukten wie Zigaretten oder Zigarren. Es kann kurzfristig beruhigend wirken, schadet aber langfristig der Lunge, dem Herz und vielen Organen. Rauchen zählt zu den häufigsten vermeidbaren Todesursachen. Vapen, also das Inhalieren von Dampf aus E-Zigaretten, wirkt oft harmloser als Rauchen. Trotzdem enthalten viele Liquids Nikotin und andere chemische Stoffe, die süchtig machen und die Lunge schädigen können. Besonders für Jugendliche ist Vapen riskant, weil es schnell zur Gewohnheit werden kann.
Medien
Zocken, scrollen, streamen – alles cool, solange du die Kontrolle hast. Wenn das Handy oder Gaming zu viel Raum einnimmt, unterstützen wir dich dabei, wieder dein Leben zu steuern – statt vom Bildschirm gesteuert zu werden.
Zocken
Zocken, also das Spielen von Computer- oder Videospielen, kann Spaß machen und Gemeinschaft fördern. Viele Menschen nutzen Games zur Entspannung oder um mit Freunden online Zeit zu verbringen. Wenn jedoch zu viel gespielt wird, kann das zu Vernachlässigung von Schule, Arbeit oder sozialen Kontakten führen. Ein bewusster und zeitlich begrenzter Umgang mit Spielen ist daher wichtig.
Medikamente
Manchmal helfen Medikamente wirklich – gegen Schmerzen, Stress oder zum Runterkommen. Aber wenn Tabletten plötzlich zum Alltag gehören oder ohne Rezept genommen werden, kann das schnell kippen. Viele merken gar nicht, wie leicht man sich daran gewöhnt. Wir zeigen dir, worauf du achten kannst, wie du dein Risiko erkennst und Hilfe bekommst, bevor’s ernst wird.
Essstörungen
Manchmal gerät das Essen aus dem Gleichgewicht – zu wenig, zu viel oder einfach ständig im Kopf. Hinter all dem steckt oft mehr als nur Hunger: Druck, Gefühle, Erwartungen. Du musst das nicht allein schaffen. Wir hören zu, helfen dir zu verstehen, was dahintersteckt und unterstützen dich auf dem Weg zurück zu dir selbst.
Glücksspiel | Pornographie | Kaufsucht
Diese Verhaltenssüchte können ähnlich wie Drogen eine starke Abhängigkeit auslösen. Betroffene verlieren häufig die Kontrolle über ihr Verhalten und vernachlässigen soziale oder berufliche Pflichten. Ein bewusster Umgang und frühzeitige Unterstützung sind wichtig, um aus dem Kreislauf auszubrechen.
Prävention an Schulen
Suchtprävention an Schulen soll Schülerinnen und Schüler über Risiken von Suchtmitteln und Verhaltenssüchten aufklären. Ziel ist es, frühzeitig ein gesundes Bewusstsein und verantwortungsvolles Handeln zu fördern. Durch Gespräche, Projekte und Aufklärungskampagnen lernen Jugendliche, mit Druck, Stress und Versuchungen besser umzugehen. So kann Suchtverhalten oft verhindert oder früh erkannt werden.
Für Schulen bieten wir Workshops, Fortbildungen und Sprechstunden für Schüler*innen, Eltern und Lehrkräfte zu den Themen Prävention und Sucht an. Gerne unterstützen wir bei Elternabenden zu suchtspezifischen Themen oder bei der Implementierung von Suchtprävention in der jeweiligen Schule.
Auf Anfrage veranstalten wir Schulsprechstunden, Elternabende, Lehrerschulungen und unterstützen Sie bei der Implementierung eines Gesamtkonzepts Suchtprävention an der Schule.
Unsere Workshops
Cannabis quo vadis (Cannabis)
Zielgruppe: 8. – 10. Klasse
Dauer 3 Schulstunden
Inhalt: Interaktiver Workshop zur Cannabisprävention
Grüner Koffer (Cannabis)
Zielgruppe: Schüler*innen von 15 – 23 Jahren
Dauer 3 Schulstunden
Inhalt: Interaktiver Workshop zur Cannabisprävention
Klarsichtkoffer (Tabak und Alkohol)
Zielgruppe: Schüler*innen von 12 – 17 Jahren
Dauer 2 Schulstunden, pro Station ca. 15 Min.
Inhalt: 5 Stationen. Infovermittlung zu Tabak und Alkohol, erweiterbar zum Thema „Vapes“
Es können so viele Stationen aufgebaut werden, wie wir durch Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter:innen unterstützt werden.
Alles unter Kontrolle (Basiswissen)
Zielgruppe: 7. – 8. Klasse
Dauer 2 Schulstunden
Inhalt: Workshop zur Suchtprävention, Alltagsnah, Basiswissen zur Suchtentstehung.
Fairnetzen (Medien)
Zielgruppe: 5. – 6. Klasse
Dauer 8 Schulstunden auf zwei Schultage verteilt.
Inhalt: Kompetenztraining zur Medienprävention
KI, Hatespeech, Fakenews (Medien)
Zielgruppe: ab Klasse 8
Dauer 8 Schulstunden auf 2 Tage verteilt.
Inhalt: Interaktiver Workshop zu digitalem Bewusstsein.
Tablets erforderlich um Aufgaben zu bearbeiten.
#Bauchgefühl – Stark sein – Wohlfühlen im eigenen Körper
Zielgruppe: 7. – 8 Klasse, Geschlechtergetrennt
Dauer 3-4 Schulstunden, je nach Schulart, auf 2 Schultage aufteilbar
Inhalt: Interaktiver Workshop zu Selbstbild, Ernährungsmythen, Kennenlernen von Essstörungen, Selbstwert stärken, Hilfenetzwerk
FreD Kurs
Frühintervention bei erstauffälligen Drogenkonsumenten
Zielgruppe: auffällige Schüler*innen ab ca. 14 - 21 Jahre
Dauer 8-stündiger Kurs in 2-4 Einheiten, Vorgespräch erforderlich
Inhalt: Wissensvermittlung von Wirkung und Risiken, rechtliche Aspekte, Reflexion eigener Konsummuster und Motive