
Was bedeutet es, auf der Straße zu leben? Warum ist der Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben oft so schwer? Und was kann wirklich helfen?
Anlässlich des Internationalen Tags der Obdachlosen lädt die Caritas Regensburg zu einer besonderen Veranstaltung mit Dominik Bloh ins Degginger ein. Der heute 36-jährige Autor und Sozialaktivist wurde mit 16 Jahren obdachlos und lebte elf Jahre auf der Straße. Trotz dieser schwierigen Lebensumstände besuchte er weiterhin die Schule und machte sogar Abitur.
Seine Erfahrungen hat Dominik Bloh in seinen Büchern "Unter Palmen aus Stahl" und "Die Straße im Kopf" festgehalten, beide standen auf der Spiegel-Bestsellerliste. Heute lebt Bloh in Hamburg, ist Autor, Sozialaktivist und Familienvater. Für sein Engagement für obdachlose Menschen wurde er 2022 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Bei der Lesung gibt Dominik Bloh persönliche Einblicke in seine Zeit auf der Straße und erzählt von den Herausforderungen, die mit Obdachlosigkeit verbunden sind. Dabei geht es auch um die Frage, warum der Weg zurück in ein stabiles Leben häufig so schwierig ist.
Bei einer anschließenden Diskussion richtet sich der Blick auf die Situation obdachloser Menschen in Regensburg, bestehende Hilfsangebote und die Frage, was Menschen auf der Straße konkret brauchen. Die Caritas Regensburg stellt dabei ihr Programm NOAH vor und zeigt auf, welche Perspektiven sie für die Stadt sieht.
Das Publikum ist eingeladen, sich mit Fragen und eigenen Beiträgen an der Diskussion zu beteiligen.
Moderiert wird die Veranstaltung von Harry Landauer.
Mittwoch, 7. Oktober 2026, 18:30 Uhr
Degginger, Wahlenstraße 17, Regensburg
Eintritt frei
Die Caritas Regensburg lädt herzlich zu einem Abend ein, der persönliche Erfahrungen, fachliche Perspektiven und den offenen Austausch über Obdachlosigkeit miteinander verbindet.